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Website-Relaunch: Was du vor der Freigabe prüfen solltest

Eine neue Website braucht mehr als einen überzeugenden Entwurf. Diese Checkliste hilft Schweizer KMU, Inhalte, Kontaktwege, Mobilansicht und Suchzugang vor dem Start zu prüfen.

Praxis5 Min. Lesezeit

Woran soll die neue Website gemessen werden?

Ein neuer Entwurf lässt sich schnell nach Geschmack beurteilen. Für die Freigabe brauchst du zusätzlich eine Aufgabe, die ein Besucher tatsächlich erledigen soll: einen passenden Service finden, ein Angebot anfragen oder einen Termin auswählen. Halte diese Aufgabe vor der Abnahme in einem Satz fest.

Für einen lokalen Dienstleister könnte sie lauten: Ein Interessent erkennt, ob sein Anliegen zum Angebot gehört, findet die zuständige Kontaktmöglichkeit und kann eine Anfrage absenden. Das ist ein Arbeitsbeispiel, kein gemessenes Kundenergebnis. Ein attraktives Bildschirmfoto beweist noch nicht, dass dieser Weg funktioniert.

Ein Freigabeblatt, das du wirklich abarbeiten kannst

Unsere Empfehlung ist ein gemeinsames Blatt mit den folgenden sechs Prüfungen. Zu jeder Zeile gehören eine verantwortliche Person und ein sichtbarer Nachweis, etwa ein getesteter Link oder eine eingegangene Testanfrage. Die Kriterien sind eine eigene Arbeitshilfe für die Abnahme.

Ein Freigabeblatt, das du wirklich abarbeiten kannst
PrüffeldKonkreter TestVor dem Start erledigt
AngebotEine fachkundige Person liest Leistungsseiten und Voraussetzungen.Leistungsumfang und Grenzen stimmen mit dem tatsächlichen Angebot überein.
KontaktEine als Test gekennzeichnete Anfrage über den vereinbarten Kanal senden.Die Anfrage kommt bei der vorgesehenen Stelle an; Fehlermeldungen sind verständlich.
TerminDen Buchungsweg bis zum vereinbarten Testschritt durchlaufen.Kalender, Zeitzone und Bestätigung passen; Testtermine werden anschliessend bereinigt.
MobilansichtMenü, Leistungsseite und Kontaktweg am Smartphone bedienen.Wichtige Inhalte und Aktionen sind erreichbar und werden nicht verdeckt.
Bestehende LinksWichtige alte Leistungs- und Kampagnenadressen öffnen.Jede Adresse bleibt erreichbar oder führt zum passenden neuen Inhalt.
BetriebZuständigkeit für Änderungen, Anfragen und Störungen festhalten.Zugänge und Verantwortlichkeiten sind geklärt.

Am Smartphone zählt die Bedienung, nicht das Mockup

Prüfe die Website auch ausserhalb der Designvorschau. Öffne das Menü, lies eine Leistungsseite und benutze den Kontaktweg auf einem echten Smartphone. Achte dabei auf Hinweise, die erst nach einer Eingabe erscheinen: Eine verständliche Fehlermeldung kann wichtiger sein als eine weitere Animation.

Für gewöhnliche, vertikal gelesene Inhalte nennt WCAG 2.2 eine Breite von 320 CSS-Pixeln, bei der Informationen und Funktionen ohne zweidimensionales Scrollen erhalten bleiben sollen. Für Inhalte wie Datentabellen gibt es Ausnahmen. Teste deshalb auch eine schmale Ansicht und vergrösserte Schrift; ein einzelner mobiler Screenshot reicht dafür nicht.

Bei normalem Text sieht das WCAG-Kriterium für Mindestkontrast mindestens 4,5:1 vor, bei entsprechend grosser Schrift 3:1. Eine Überschrift ist nicht automatisch gross genug für den niedrigeren Wert. Kontrolliere besonders Text auf Fotos und Formularbeschriftungen. Diese Prüfungen decken einen Teil der Barrierefreiheit ab, keinen vollständigen Konformitätsnachweis.

Quellen: W3C: Umbruch bei schmalen Ansichten und Vergrösserung · W3C: Mindestkontrast nach WCAG 2.2

Ladezeit und Reaktion getrennt prüfen

Eine Animation kann ruhig aussehen und trotzdem Eingaben verzögern. Prüfe deshalb sowohl das erste Laden als auch die Reaktion auf Menü, Buttons und Formulare. Bei Videos und grossen Bildern lohnt sich zusätzlich ein Versuch mit einer langsameren Verbindung.

Google nennt für gute Core Web Vitals einen LCP von höchstens 2,5 Sekunden, einen INP von höchstens 200 Millisekunden und einen CLS von höchstens 0,1. Die Bewertung bezieht sich auf das 75. Perzentil realer Seitenaufrufe, getrennt nach Mobilgeräten und Desktop.

Vor dem Start helfen Labortests und eigene Bedienversuche, konkrete Schwachstellen zu finden. Nach dem Start ergänzt du sie durch verfügbare Felddaten. Ein einzelner Lighthouse-Wert ist kein Nachweis, dass reale Besucher alle drei Zielwerte erreichen. Halte im Freigabeblatt fest, welche Messung vorliegt und was noch beobachtet werden muss.

Quellen: web.dev: Web Vitals

Bei neuen Adressen die bisherigen Wege erhalten

Wenn beim Relaunch URLs wechseln, empfiehlt Google eine Zuordnung von alten zu passenden neuen Adressen und permanente serverseitige Weiterleitungen, beispielsweise 301 oder 308. Interne Links, Canonical-Angaben und Sitemap sollen die neuen Adressen verwenden. Viele unterschiedliche alte Seiten pauschal auf die Startseite umzuleiten ist kein sauberer Ersatz.

Sammle dafür die wichtigen bisherigen Leistungsseiten sowie Links aus Anzeigen, E-Mails und gedrucktem Material. Öffne sie nach der Umstellung erneut. Ein reiner Designwechsel bei unveränderten URLs braucht keine pauschale Weiterleitungsaktion.

Quellen: Google: Websiteumzug mit geänderten URLs

Prüfen, ob die öffentliche Website gefunden werden darf

Eine Testumgebung darf bewusst geschützt sein. Auf den öffentlichen Seiten müssen die Einstellungen zum gewünschten Suchzugang passen. Kontrolliere insbesondere, ob versehentlich ein Passwortschutz, eine Crawlersperre oder eine noindex-Anweisung übernommen wurde.

Google nennt als technische Mindestvoraussetzungen einen nicht blockierten Googlebot, eine funktionierende Seite mit HTTP-Status 200 und indexierbare Inhalte. Die URL-Prüfung in der Search Console hilft beim Kontrollieren einzelner Seiten. Erfüllte Voraussetzungen garantieren noch keine Indexierung oder bestimmte Platzierung.

Quellen: Google: Technische Voraussetzungen für die Suche

Was die Freigabe blockiert und was warten kann

Ein falscher Leistungsumfang, ein nicht erreichbarer Kontaktweg oder ein verdeckter Buchungsbutton gehört vor dem Start korrigiert. Eine zusätzliche Bildvariante kann dagegen in einen späteren Verbesserungsschritt passen. Entscheidend ist, ob ein Problem die vereinbarte Aufgabe verhindert oder den Inhalt verfälscht.

Plane unmittelbar nach der Veröffentlichung eine erneute Kontrolle der wichtigsten Wege. Die Prüfung in der Vorschau und die Prüfung unter der echten Domain sind zwei eigene Schritte. Notiere offene Verbesserungen mit einer Zuständigkeit, damit sie nach dem Start nicht verschwinden.

  • Freigeben: Die vereinbarte Besucheraufgabe funktioniert unter der echten Domain.
  • Nachbessern: Ein klar begrenztes Problem verhindert diese Aufgabe; nach der Korrektur denselben Weg erneut testen.
  • Neu abstimmen: Angebot, Zielgruppe oder Buchungsprozess sind noch unklar. Dann zuerst den Auftrag klären.

So passt die Prüfung zu Pribblys Website-Angeboten

Pribbly bietet Websites als Einzelleistung und den Website-Erstaufbau innerhalb seiner Monatspakete an. In den Paketen entsteht die Firmenwebsite zu Beginn; danach sind technische Pflege und begrenzte monatliche Inhaltsänderungen vorgesehen. Eine neue Website pro Monat ist damit nicht gemeint. Das separate Shop-Angebot Website Premium 3D ist nicht automatisch Bestandteil eines Monatspakets.

Für eine Offerte hältst du deshalb fest, welche Seiten aufgebaut werden, welcher Kontakt- oder Buchungsweg dazugehört und welche Betreuung anschliessend benötigt wird. Das Freigabeblatt hilft, diese Punkte im Gespräch konkret zu machen.

Dieser Praxisbeitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Quellen, Aussagen und der Bezug zum Pribbly-Katalog wurden für die Veröffentlichung automatisiert geprüft. Die Checkliste ersetzt keine Prüfung einer konkreten Kundenwebsite.

Quellen und Stand

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